14 Januar 2007

 

Mehr Schneebilder

So, für die Leserschaft im schneefreien Europa hier nun noch ein paar mehr Geschichten und Bilder aus dem Schnee (viel ist es auch nicht, 10 bis 15 cm, je nach Lage).
Gestern nachmittag waren wir mal wieder in einem der schönsten Onsen hier in der Nähe (wo man übrigens nicht nur sehr schön baden kann, in einem wunderbaren Becken unter freiem Himmel, sondern im angeschlossenen Hotel, das als Halbkreis in einer Flußbiegung liegt, auch traumhaft wohnen und essen - wenn man denn Fisch und Meeresfrüchte mag).




Gestern war es dort besonders schön, es schneite nämlich die ganze Zeit. Das war schon was besonderes, bis zu den Schultern im heißen Wasser zu sitzen und den Schneeflocken beim Schmelzen auf der Haut zuzuschauen. Und unterhalb des Beckens floß sanft der Fluß vorbei. Jakob war im Glück, er verbrachte die ganze Zeit damit, Schneebatzen von den Steinen am Rand des Beckens ins Wasser zu werfen und zu testen, wie schnell sie schmelzen, je nach Größe. Es waren nicht viele Leute da, wir hatten das ganze große Becken lange Zeit für uns alleine. Zeitweise war auch eine nette Mutter mit ihren zwei Kindern da, die Jakob bei der Schneebeschaffung assistierten, dann aber leider gingen und sich auch von den gebieterischen Gesten, mit denen er sie wieder ins Becken zitieren wollte, nicht aufhalten ließen. Ihn selbst mußte ich nach über einer Stunde unter lautem Protestgeschrei aus dem Becken tragen.
Danach haben wir auf einen Kaffee bei Paul Zimmermann und seiner Frau Akemi vorbeigeschaut, die ja in Hanamaki die "Backstube" betreiben, und dort höchst interessante Fakten über das angespannte Verhältnis zwischen Bären und Menschen in Japan gelernt - demnächst vielleicht mehr darüber.
Jakob war so geschafft von diesem ereignisreichen Tag, daß er noch bei Zimmermanns einnickte (vor sechs) und dann nahtlos in seinen Nachtschlaf hinein weiterschlief.

Und heute? Da man angesichts der Erderwärmung ja nicht weiß, ob und wann man je wieder soviel Schnee erlebt, sind wir heute nochmal richtig rodeln gegangen, an einem 1A-Hang am südlichen Ende Kitakamis. Eigentlich ja vor allem für Jakob. Der aber fand es besser, nur zuzuschauen, als selbst zu fahren - aber Thomas hatte einen Riesenspaß. Und außer uns war nur noch eine Mutter mit ihrem tollkühnen kleinen Sohn da, unglaublich, bei so einem Hang!

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